Chondrostoma nasus

Nase

Der steinabweidende Schwarmfisch sauberer, schnell fließender Flüsse.

Die Nase ist ein kampfstarker Flusskarpfenfisch, der mit einer meißelartig verhornten Unterlippe Algen von Steinen abweidet und in dichten Schwärmen durch schnelles, sauerstoffreiches Wasser zieht. Angler im Donauraum schätzen sie für das Posenangeln im Winter und zeitigen Frühjahr, wenn dicht gedrängte Schwärme schnelles, technisches Angeln am feinen Gerät bieten.

Näsling · Nasenfisch · Schwarzbauch · Blaunase · Schnabel · Nasling

Steckbrief

Wissenschaftlicher Name
Chondrostoma nasus
Familie
Cyprinidae
Lebensraum
Süßwasser
Typische Größe
25–40 cm
Maximale Größe
50 cm · 2 kg
Nahrung
Pflanzenfresser
Am aktivsten
Tag, Morgendämmerung
Laichzeit
März, April
Beste Angelmethoden
Pose, Feeder, Grund, Fliegenfischen
Beste Monate
  1. Jan
  2. Feb
  3. Mär
  4. Apr
  5. Mai
  6. Jun
  7. Jul
  8. Aug
  9. Sep
  10. Okt
  11. Nov
  12. Dez

So erkennen Sie ihn

Schlanker, spindelförmiger Körper mit stumpfer, abgerundeter Schnauze, die das gerade, unterständige Maul überragt; die Unterlippe trägt eine harte Hornkante zum Abschaben der Steine. Der Rücken ist dunkel graugrün, die Flanken glänzen silbern, Bauch-, After- und Schwanzflosse sind orangerot getönt – die Rückenflosse bleibt grau. Die Schuppen sind mittelgroß, das Bauchfell ist schwarz, was beim Ausnehmen auffällt. Kleine Nasen werden mit Döbel, Hasel und Rotauge verwechselt, doch keiner davon hat das nach unten gerichtete Maul mit Hornlippe. Barben teilen dasselbe Wasser, tragen aber vier Barteln und ein fleischiges Maul.

Wo er lebt

Nasen sind Fische der Barben- und Äschenregion: mittelgroße bis große Flüsse mit Kies- oder Steingrund, kräftiger Strömung und kühlem, sauberem, gut mit Sauerstoff versorgtem Wasser. Sie weiden Algen an der Anströmseite von Steinen in Rauschen und Gleiten ab, stehen hinter Blöcken und in tieferen Rinnen und sammeln sich im Winter in großen Schwärmen in tiefen, ruhigeren Kolken. Wehre, Brückengumpen und Rauschenausläufe konzentrieren sie. Sie reagieren empfindlich auf Verschmutzung und Verbauung; gesunde Bestände überleben heute vor allem in frei fließenden Abschnitten von Donauzuflüssen und Voralpenflüssen. In Stillgewässern trifft man sie nur zufällig.

Saison und Verhalten

Nasen laichen früh, im März und April bei 8–10 °C Wassertemperatur: Die Schwärme ziehen flussauf auf flache Kiesrauschen, die Milchner tragen einen rauen Laichausschlag. Viele Länder schützen diesen Zug mit einer Frühjahrsschonzeit. Nach dem Laichen verteilen sich die Fische und weiden den Sommer über Algen, wo sie schwer zu überlisten sind. Die klassische Nasensaison reicht vom Herbst bis ins zeitige Frühjahr – von Oktober bis Februar, wenn die Schwärme in tiefen, ruhigen Kolken stehen und kleine Köder selbst bei 2–4 °C willig nehmen. Kaltes, klares, stabiles Wasser ist ideal; gefressen wird tagsüber, im Winter am besten um die Mittagszeit.

Angelmethoden

Das Treibangeln mit der Pose in einer tiefen, gleichmäßigen Rinne ist die traditionelle Methode: eine 4–5 m Match- oder Bolognese-Rute, eine 2–6 g Pose, Hauptschnur um 0,14 mm und ein feines Vorfach mit Haken Größe 14–18, wobei der Köder langsam über den Grund schleift. Nasenbisse sind kurze, schnelle Tauchbewegungen – schlagen Sie bei jedem Zucken an. Eine leichte Feederrute oder eine einfache Grundmontage mit kleinem Futterkorb punktet in tieferem, schnellerem Wasser, wo die Pose schwer zu führen ist. Fliegenfischer fangen Nasen mit kleinen beschwerten Nymphen und Köcherfliegenlarven, die tot am Grund getrieben werden. Füttern Sie in kleinen, häufigen Gaben, um den Schwarm zu halten, ohne ihn zu sättigen.

Treibangeln mit der PoseLeichtes FeederangelnGrundangeln in tiefen RinnenNymphenfischen mit beschwerten MusternBolognese-Angeln von steilen Ufern

Köder und Kunstköder

Kleine Naturköder gewinnen: weiße und rote Maden, Caster, kleine Rotwürmer und Tauwurmstücke, Zuckmückenlarven sowie Brotteig oder Teig. Grünalgen, um einen kleinen Haken gewickelt, ahmen die Naturnahrung nach und sind ein bewährter Sommerköder, ebenso ein dünner Käsestreifen. Das Grundfutter sollte dunkel, fein und leicht klebrig sein, damit es in der Strömung den Grund erreicht; geben Sie etwas Zuckmückenlarve oder gehackten Wurm dazu. Halten Sie die Köder klein – eine einzelne Made am 16er Haken fängt oft besser als alles Größere.

MadenCasterRotwürmer und TauwurmstückeZuckmückenlarvenBrotteig oder TeigFadenalgen am kleinen HakenKleine NymphenmusterDunkles, feines Grundfutter

Tipps vom Ufer

  1. 01Suchen Sie im Winter den tiefsten, ruhigsten Kolk unterhalb einer Rausche – der ganze Schwarm steht meist an einer Stelle.
  2. 02Stellen Sie die Pose so ein, dass der Köder über den Grund rollt; Nasen fressen kopfüber und steigen selten zum Köder auf.
  3. 03Bei jedem Abtauchen der Pose anschlagen – Nasen beißen schnell, und der Haken muss sitzen, bevor der Köder ausgespuckt wird.
  4. 04Wenig und oft mit dunklem, klebrigem Futter anfüttern statt einer großen Ladung, die den Schwarm vergrämt.
  5. 05Feines Vorfach (0,08–0,12 mm) und kleine Haken verwenden; in klarem, kaltem Wasser sind Nasen scheu.
  6. 06Im Winter über Mittag fischen, wenn sich das Wasser um ein Grad erwärmt und der Schwarm in Bewegung kommt.
  7. 07Nasen nur mit nassen Händen anfassen und rasch zurücksetzen – außerhalb des Wassers sind sie empfindlich.

Vorschriften

Die Nasenbestände sind in weiten Teilen Europas stark zurückgegangen; viele Länder schützen die Art mit einer Frühjahrsschonzeit, einem Mindestmaß oder stellenweise einer ganzjährigen Schonung. Die Bestimmungen unterscheiden sich je nach Land, Bundesland und einzelner Flussstrecke – prüfen Sie daher immer die aktuell gültigen Regeln für die konkrete Stelle. Shoalmap zeigt Schonzeit und Mindestmaß für jedes Gewässer in der App.

Wo man Nase fängt

Gewässer, in deren Shoalmap-Angelbericht Nase genannt wird.

Mehr Nase-Gewässer in der App finden

Verwandte Arten

Häufige Fragen

Was frisst die Nase?

Vor allem Algen und Kieselalgen, die sie mit der harten Unterlippe von Steinen schabt, dazu kleine Wirbellose aus dem Algenbewuchs. Deshalb fangen kleine Köder – Maden, Zuckmückenlarven, Algen und Brot – besser als große Happen.

Wann ist die beste Zeit zum Nasenangeln?

Vom Spätherbst bis ins zeitige Frühjahr, wenn sich die Schwärme in tiefen, ruhigen Kolken sammeln. Klares, kaltes, stabiles Wasser bringt das beste Angeln, und im Winter ist die Mittagszeit oft die beste Fresszeit.

Wie unterscheide ich eine Nase von Döbel oder Hasel?

Achten Sie auf das Maul: Die Nase hat eine stumpfe Schnauze, die das gerade, nach unten gerichtete Maul mit harter Hornkante an der Unterlippe überragt. Döbel und Hasel haben endständige Mäuler, und keiner hat das schwarze Bauchfell der Nase.

Wie groß werden Nasen?

Eine typische Nase misst 25–40 cm bei 300–800 g; Fische über 45 cm und 1,5 kg sind außergewöhnlich. Als Maximum werden üblicherweise rund 50 cm und 2 kg genannt.

Ist die Nase ein guter Speisefisch?

Das Fleisch ist weiß und wohlschmeckend, aber sehr grätenreich, weshalb es meist knusprig gebraten oder zu Fischsuppe verarbeitet wird. Wegen der rückläufigen Bestände setzen viele Angler Nasen zurück – prüfen Sie vor dem Entnehmen die örtlichen Regeln.

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Shoalmap durchsucht jedes Gewässer mit Bericht in Ihrer Umgebung nach Nase, bewertet die heutigen Fangchancen und zeigt die geltende Schonzeit und das Mindestmaß.

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Die Angelinformationen stammen aus öffentlichen Quellen und KI-gestützter Recherche und sind nur Anhaltspunkte. Prüfen Sie vor dem Angeln immer die aktuellen örtlichen Vorschriften.

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