Ctenopharyngodon idella

Graskarpfen

Der vegetarische Torpedo, der kämpft wie kein anderer Fisch im See.

Der Graskarpfen, auch Weißer Amur, ist ein ostasiatischer Cyprinide, der in ganz Europa zur Bekämpfung von Wasserpflanzen eingesetzt wurde – und inzwischen einer der kampfstärksten Fische ist, die man in stehenden Gewässern haken kann. Er ist ein scheuer, langgestreckter Pflanzenfresser, und ein gehakter Graskarpfen legt lange, rasante Fluchten und spektakuläre Sprünge hin, die auf Karpfen abgestimmtes Gerät regelmäßig sprengen.

Amurkarpfen · Weißer Amur · Amur · Grasfisch · Graser · Grass Carp

Steckbrief

Wissenschaftlicher Name
Ctenopharyngodon idella
Familie
Cyprinidae
Lebensraum
Süßwasser
Typische Größe
50–90 cm
Maximale Größe
150 cm · 45 kg
Nahrung
Pflanzenfresser
Am aktivsten
Tag, Morgendämmerung, Abenddämmerung
Laichzeit
Juni, Juli
Beste Angelmethoden
Pose, Grund, Feeder
Beste Monate
  1. Jan
  2. Feb
  3. Mär
  4. Apr
  5. Mai
  6. Jun
  7. Jul
  8. Aug
  9. Sep
  10. Okt
  11. Nov
  12. Dez

So erkennen Sie ihn

Ein langer, walzenförmiger, torpedoartiger Fisch, deutlich schlanker als ein Karpfen, mit breitem, abgeflachtem Kopf, endständigem Maul ohne Barteln und einer kurzen Rückenflosse mit nur 7–8 verzweigten Strahlen. Die Schuppen sind groß und dunkel gerandet, was ein netzartiges Muster ergibt; der Rücken ist oliv bis graugrün, die Flanken silbrig-messingfarben, der Bauch weiß. Die Augen sitzen tief am Kopf auf Höhe des Mauls. Am häufigsten wird er mit großen Döbeln oder Alanden verwechselt, die jedoch einen höheren Körper und einen rundlicheren Kopf haben, während der Kopf des Graskarpfens breit und flach wie eine Schaufel ist. Silber- und Marmorkarpfen haben winzige Schuppen und einen Bauchkiel.

Wo er lebt

Graskarpfen werden in Seen, Teiche, Stauseen, Kanäle und Baggerseen besetzt, meist in warmes, flaches, krautreiches Wasser, in dem sie weiden können. Sie leben auch in trägen Flüssen, Altarmen und Nebengewässern, und große Ströme wie die Donau beherbergen sich selbst erhaltende Bestände, die im Hauptstrom laichen. Suchen Sie sie an Schilfkanten, Unterwasserpflanzen, überhängenden Weiden und Seerosenfeldern in 1–4 m Tiefe sowie an ruhigen, sonnigen Tagen knapp unter der Oberfläche. Sie mögen warmes Wasser und sind über 18 °C am aktivsten; im Winter stehen sie tief und stellen das Fressen fast ein. Graskarpfen sind störungsempfindlich und verlassen ein lautes Ufer innerhalb von Minuten.

Saison und Verhalten

Graskarpfen erwachen spät: Richtig gefressen wird erst, wenn das Wasser im späten Frühjahr die 15 °C überschreitet, mit dem Höhepunkt in den Sommermonaten, wenn sie binnen weniger Tage ihr eigenes Körpergewicht an Pflanzen vertilgen. In den meisten europäischen Gewässern laichen sie nicht auf natürliche Weise, da die Eier lange, warme Fließstrecken zur Entwicklung brauchen; wo es klappt, fällt das Laichen in den Juni und Juli. Gefressen wird tagsüber, wobei warme Nachmittage und die Stunden um die Abenddämmerung am ergiebigsten sind, oft in der flachsten, sonnigsten Ecke des Sees. Der Herbst hält sie bis zu den ersten kalten Nächten aktiv; der Winter ist weitgehend tote Saison. Sie ziehen in kleinen Trupps umher und nehmen Nahrung im oberen und mittleren Wasser ebenso gern auf wie am Grund.

Angelmethoden

Das Posenangeln ist der klassische Weg: ein leichter Waggler oder eine Stipppose, so eingestellt, dass der Köder 20–60 cm unter der Oberfläche oder knapp über Grund am Kraut hängt, dazu lose gefütterter Mais oder schwimmende Pellets, um einen Trupp heranzuholen. Das Oberflächenangeln mit Schwimmbrot, Hundekuchen oder einem Pop-up an der Controller-Pose ist aufregend, wenn die Fische oben ziehen. Das Grundangeln mit Haarköder an der üblichen Karpfenmontage fängt viele Graskarpfen, doch verlängern Sie das Vorfach auf 25–30 cm und nehmen Sie ein leichteres Blei, denn sie nehmen Köder zaghaft auf und lassen alles fallen, was sich falsch anfühlt. Nutzen Sie eine Karpfenrute mit weicher Aktion, 0,28–0,35 mm Hauptschnur und eine sauber eingestellte Bremse – die erste Flucht ist brachial – und halten Sie die Rute bei Sprüngen tief.

Posenangeln am KrautOberflächenangeln mit SchwimmködernGrundangeln mit langem VorfachMethod-Feeder mit süßen KödernPirschangeln an der Uferkante

Köder und Kunstköder

Pflanzliche Köder dominieren. Mais ist fast überall der Köder Nummer eins, gefolgt von gekochtem Hartmais, Tigernüssen, Brot, Salat- und Kohlblättern, Cherrytomaten und Obststücken wie Apfel oder Birne. Süße und fruchtige Boilies und Pellets fangen an Gewässern, in denen die Fische Karpfenköder kennen, und schwimmende Pellets oder Brotkruste fangen die Oberflächenzieher. Frisch geschnittene Schilftriebe, Klee oder Gras um den Haken gewickelt ahmen die natürliche Nahrung nach. Füttern Sie sparsam, aber regelmäßig – Graskarpfen reagieren auf ein stetiges Rinnsal an Lockfutter, nicht auf einen Haufen.

MaisGekochter Hartmais und TigernüsseSchwimmende BrotkrusteSchwimmende Pellets und HundekuchenSüße und fruchtige BoiliesSalat, Kohl oder SchilftriebeCherrytomaten und ObststückeKleine süße Pellets

Tipps vom Ufer

  1. 01Suchen Sie im Frühsommer das wärmste, flachste Wasser – Graskarpfen sammeln sich dort, wo die Sonne eine krautige Bucht zuerst aufheizt.
  2. 02Achten Sie auf einen langen Rücken mit kleiner Rückenflosse, der knapp unter der Oberfläche zieht; ein Graskarpfen zeigt sich viel öfter als ein Karpfen.
  3. 03Verwenden Sie ein längeres, weicheres Vorfach und einen kleinen, leichten Haken – sie nehmen den Köder ins Maul und spucken ihn bei Widerstand sofort aus.
  4. 04Mais oder Schwimmköder wenig und oft lose füttern, um den Trupp zu halten; kein Grundfutter hineinschaufeln.
  5. 05Bremse leichter einstellen als beim Karpfen und auf eine brachiale erste Flucht mit anschließenden Sprüngen gefasst sein.
  6. 06Am Ufer tief und leise bleiben; Graskarpfen scheuen vor Schritten und Schatten und verlassen die Stelle in Sekunden.
  7. 07Mit großem Kescher landen und den langen Körper stützen – auf der Matte schlagen sie wild um sich und verletzen sich leicht.

Vorschriften

Da der Graskarpfen eine gebietsfremde Art ist, gehen die Regeln weit auseinander: Manche Länder und Gewässer behandeln ihn wie den Karpfen mit Schonzeit und Mindestmaß, andere erlauben das Angeln ganzjährig oder fördern sogar die Entnahme, und viele Privatgewässer schreiben das Zurücksetzen vor. Prüfen Sie daher immer die aktuell gültigen Bestimmungen für das konkrete Gewässer, bevor Sie angeln. Shoalmap zeigt Schonzeit und Mindestmaß für jedes Gewässer in der App.

Wo man Graskarpfen fängt

Gewässer, in deren Shoalmap-Angelbericht Graskarpfen genannt wird.

Mehr Graskarpfen-Gewässer in der App finden

Verwandte Arten

Häufige Fragen

Was ist der Unterschied zwischen Graskarpfen und Karpfen?

Der Graskarpfen ist eine eigene Art (Ctenopharyngodon idella) mit schlankem, walzenförmigem Körper, breitem flachem Kopf, ohne Barteln und mit kurzer Rückenflosse – und er frisst Pflanzen. Der Karpfen ist hochrückig, hat Barteln und eine lange Rückenflosse und gründelt am Boden nach Wirbellosen und Samen.

Wann ist die beste Zeit zum Graskarpfenangeln?

Vom späten Frühjahr bis zum Frühherbst, wenn das Wasser über 15–18 °C liegt. Warme, sonnige Nachmittage und die Stunden um die Abenddämmerung im Juni, Juli und August sind die Hauptzeit; in kaltem Wasser fressen sie kaum.

Welcher Köder ist der beste für Graskarpfen?

Mais ist der Favorit, gefolgt von gekochtem Hartmais, Brot, schwimmenden Pellets und Gemüse- oder Obststücken wie Salat, Kohl, Cherrytomate oder Apfel. Wenig und oft füttern und den Köder über Grund oder an der Oberfläche anbieten.

Wie groß werden Graskarpfen?

Ein typischer Fisch in europäischen Gewässern misst 50–90 cm bei 3–12 kg; alles über 20 kg ist eine echte Trophäe. Die Art kann 1,2 m und 40 kg überschreiten, solche Fische sind außerhalb warmer, nährstoffreicher Gewässer aber selten.

Vermehren sich Graskarpfen in Europa?

Meist nicht. Die Eier müssen ein bis zwei Tage in langen, warmen Flüssen treiben, um zu schlüpfen, daher hängt der Bestand in Seen und Teichen vom Besatz ab. Große Ströme wie die Donau und einige ihrer Zuflüsse beherbergen aber natürlich reproduzierende Bestände.

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Shoalmap durchsucht jedes Gewässer mit Bericht in Ihrer Umgebung nach Graskarpfen, bewertet die heutigen Fangchancen und zeigt die geltende Schonzeit und das Mindestmaß.

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Die Angelinformationen stammen aus öffentlichen Quellen und KI-gestützter Recherche und sind nur Anhaltspunkte. Prüfen Sie vor dem Angeln immer die aktuellen örtlichen Vorschriften.

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