Micropterus salmoides

Forellenbarsch

Der großmäulige Lauerjäger warmer, krautreicher Gewässer mit Vorliebe für Topwater.

Der Forellenbarsch – international Largemouth Bass oder Black Bass – ist der beliebteste Sportfisch Nordamerikas und das Vorbild der gesamten modernen Kunstköderszene: ein Lauerjäger mit riesigem Maul, der Oberflächenköder, Gummis und Wobbler regelrecht zerlegt. In Teilen Europas eingebürgert, lebt er in warmen Teichen, Seen und trägen Flüssen und liefert an leichtem Gerät spektakuläre, akrobatische Drills.

Großmäuliger Schwarzbarsch · Black Bass · Largemouth Bass · Bass · Amerikanischer Forellenbarsch · Großmaulbarsch

Steckbrief

Wissenschaftlicher Name
Micropterus salmoides
Familie
Centrarchidae
Lebensraum
Süßwasser
Typische Größe
25–45 cm
Maximale Größe
97 cm · 10 kg
Nahrung
Raubfisch
Am aktivsten
Morgendämmerung, Tag, Abenddämmerung
Laichzeit
Mai, Juni
Beste Angelmethoden
Spinnfischen, Pose, Fliegenfischen, Grund
Beste Monate
  1. Jan
  2. Feb
  3. Mär
  4. Apr
  5. Mai
  6. Jun
  7. Jul
  8. Aug
  9. Sep
  10. Okt
  11. Nov
  12. Dez

So erkennen Sie ihn

Hochrückiger, seitlich abgeflachter Sonnenbarsch mit riesigem Maul: Der Oberkiefer reicht bei geschlossenem Maul deutlich über den Hinterrand des Auges hinaus – das verlässlichste Merkmal. Der Rücken ist oliv bis dunkelgrün, die Flanken sind heller mit einem unterbrochenen, dunklen Längsband vom Kiemendeckel bis zur Schwanzwurzel, der Bauch ist weiß. Die beiden Rückenflossen sind durch eine tiefe Kerbe fast vollständig getrennt. Verwechslungsgefahr besteht mit dem Schwarzbarsch (Smallmouth), der bronzebraun mit Querbinden ist, dessen Kiefer unter dem Auge endet und dessen Rückenflossen nur eine flache Kerbe trennt. Kleine Forellenbarsche erinnern an Flussbarsche, haben aber weder rote Flossen noch kräftige Streifen.

Wo er lebt

Forellenbarsche sind Warmwasserfische stehender oder langsam fließender Gewässer: Teiche, Baggerseen, Stauseen, Altarme, Kanäle und Buchten von Flachlandflüssen. Als strukturorientierte Lauerjäger stehen sie dicht an der Deckung – Krautfelder, Seerosen, Schilfkanten, gestürzte Bäume, Stege, überhängende Äste und der Schatten unter Booten. Ideal sind 20–28 °C; unter etwa 10 °C werden sie extrem träge und ziehen sich in die tiefsten, wärmsten Löcher zurück. In Europa sind sie vor allem im Süden und Westen etabliert; in Mitteleuropa und auf dem Balkan gibt es verstreute Bestände in warmen Seen und Teichen, fast immer dort, wo sie einst besetzt wurden. In Deutschland und Österreich sind sie eine Seltenheit.

Saison und Verhalten

Die Laichzeit fällt ins späte Frühjahr, meist Mai und Juni, sobald das Wasser 15–20 °C erreicht; das Männchen schlägt im Flachwasser eine Nestmulde auf Sand oder Kies frei und bewacht Eier und Brut aggressiv – deshalb ist die Fischerei an vielen Gewässern in dieser Zeit geschlossen. Die Vorlaichzeit, wenn die Fische flach ziehen und intensiv fressen, und die Wochen direkt nach dem Laichen sind die Spitzenphasen; im Sommer fängt man am besten in der Morgen- und Abenddämmerung sowie tagsüber im Schatten. Der Herbst bringt einen zweiten Fressschub, wenn sich das Wasser auf 12–18 °C abkühlt und die Fische den Kleinfischen in die Buchten folgen. Im Winter sind Forellenbarsche lethargisch und kaum gezielt zu fangen, bis das Wasser im April wieder wärmer wird.

Angelmethoden

Das Kunstköderangeln deckt fast alles ab: eine leichte bis mittlere Spinn- oder Baitcastrute, 6–10 kg Geflecht oder 0,25–0,30 mm Mono und ein kurzes Fluorocarbon-Vorfach. Gummiwürmer, Creature Baits und Stickbaits werden am krautsicheren Offset-Haken (Texas-Rig), am Jigkopf oder ganz ohne Blei langsam über den Grund und durch die Deckung gezogen. Crankbaits, Spinnerbaits und Chatterbaits suchen vor der Laichzeit und im Herbst schnell große Flächen ab; Popper, Walking Baits und Frösche über dem Kraut sorgen im Sommer in der Dämmerung für explosive Attacken. Naturköderangler fangen mit Tauwurm oder kleinem Köderfisch an der Pose direkt neben der Deckung. Der Biss ist hart, der Fisch springt – Anhieb kräftig setzen und die Rute im Kraut tief halten.

Texas-Rig mit GummiwurmTopwater-Angeln (Popper, Frösche)Spinnerbait und ChatterbaitCrankbaits entlang der DeckungPosenangeln mit Wurm oder Köderfisch

Köder und Kunstköder

Forellenbarsche sind Opportunisten, die Fische, Krebse, Frösche, große Insekten und alles fressen, was sich bewegt – der Köder sollte also eines davon andeuten. Gummiwürmer von 10–15 cm in Green Pumpkin, Watermelon oder Schwarz sind die Universalwahl; Krebsimitate fangen an Steinpackungen, Paddelschwanz-Shads imitieren Rotaugen und Lauben im Freiwasser. In klarem Wasser natürliche Farben und dezente Aktion, in trübem Wasser dunkle oder grelle Köder mit viel Vibration. Unter den Naturködern sind Tauwurm oder ein kleiner Köderfisch unter der Pose kaum zu schlagen.

Gummiwürmer (10–15 cm)Creature Baits und KrebsimitateSpinnerbaits und ChatterbaitsCrankbaits (flach- und mittellaufend)Popper und GummifröschePaddelschwanz-ShadsTauwürmerKleiner Köderfisch, wo erlaubt

Tipps vom Ufer

  1. 01Werfen Sie so nah wie möglich an die Deckung – ein Forellenbarsch verfolgt selten einen Köder, der einen Meter an seinem Versteck vorbeiläuft.
  2. 02Im Sommer die erste und letzte Stunde Licht mit Oberflächenködern befischen, tagsüber den Schatten unter Stegen und überhängenden Ästen.
  3. 03Fühlt sich der Gummiwurm plötzlich schwer an oder wandert die Schnur zur Seite, sofort Schnur straffen und anschlagen – Plastik wird schnell wieder ausgespuckt.
  4. 04Nach einem Kaltfront-Durchzug langsamer angeln: kleinere Köder, weniger Tempo, dichter an der Krautkante.
  5. 05Der Fisch springt und schüttelt den Kopf – Rutenspitze tief halten und Spannung halten, sobald er zur Oberfläche zieht.
  6. 06An Gewässern mit wenigen Forellenbarschen die wärmsten, krautreichsten Buchten suchen – dort steht fast der ganze Bestand.
  7. 07Fisch am Unterkiefer greifen, nie an den Kiemen, und zügig zurücksetzen – europäische Bestände sind oft klein und empfindlich.

Vorschriften

Der Forellenbarsch ist in Europa nicht heimisch, und sein rechtlicher Status unterscheidet sich stark: Manche Länder bewirtschaften ihn als geschätzten Sportfisch mit Schonzeit, Mindestmaß und Catch-and-Release-Regeln, andere führen ihn als invasive Art und beschränken Besatz oder das Zurücksetzen. Die Regeln ändern sich je nach Land, Region und Gewässer – prüfen Sie daher vor dem Angeln die aktuell gültigen Bestimmungen. Shoalmap zeigt Schonzeit und Mindestmaß für jedes Gewässer in der App.

Wo man Forellenbarsch fängt

Gewässer, in deren Shoalmap-Angelbericht Forellenbarsch genannt wird.

Mehr Forellenbarsch-Gewässer in der App finden

Verwandte Arten

Häufige Fragen

Gibt es Forellenbarsche in Deutschland und Österreich?

Nur vereinzelt. Es gibt wenige, meist aus früherem Besatz stammende Bestände in warmen Teichen und Baggerseen; ein flächendeckendes Vorkommen wie in Spanien, Italien oder Frankreich existiert nicht. Wer gezielt Black Bass angeln will, findet die konkreten Gewässer am ehesten über Fangmeldungen anderer Angler in der App.

Wann ist die beste Saison für Forellenbarsche?

April bis Oktober. Die Spitzenzeit liegt vor dem Laichen im April und Mai, wenn die Fische flach ziehen, und direkt danach im Juni; im Sommer fängt man in der Dämmerung, im Herbst folgt ein zweiter starker Fressschub, bis das Wasser unter etwa 12 °C fällt.

Welcher Köder ist der beste für Forellenbarsche?

Ein 10–15 cm Gummiwurm am Offset-Haken (Texas-Rig), langsam durch Kraut und Deckung gezogen, fängt überall und immer. Zum schnellen Absuchen Spinnerbait oder Crankbait, im Sommer in der Dämmerung Popper oder Gummifrosch an der Oberfläche.

Wie groß werden Forellenbarsche?

In Europa misst ein typischer Fisch 25–45 cm bei 0,5–1,5 kg; alles über 50 cm und 3 kg ist außergewöhnlich. Im warmen Süden ihres Verbreitungsgebiets erreicht die Art über 90 cm und rund 10 kg, solche Fische gibt es jedoch nur außerhalb Europas.

Wie unterscheide ich Forellenbarsch und Schwarzbarsch?

Aufs Maul schauen: Beim Forellenbarsch reicht der Kiefer hinter das Auge, beim Schwarzbarsch endet er darunter. Der Forellenbarsch ist grün mit dunklem Längsband, der Schwarzbarsch bronzefarben mit Querbinden und bevorzugt klares, kühleres, steiniges Wasser.

Forellenbarsch in Ihrer Nähe finden

Shoalmap durchsucht jedes Gewässer mit Bericht in Ihrer Umgebung nach Forellenbarsch, bewertet die heutigen Fangchancen und zeigt die geltende Schonzeit und das Mindestmaß.

Forellenbarsch-Gewässer suchen

Die Angelinformationen stammen aus öffentlichen Quellen und KI-gestützter Recherche und sind nur Anhaltspunkte. Prüfen Sie vor dem Angeln immer die aktuellen örtlichen Vorschriften.

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